Schwaebische Highlandgames - Der Kampf der Giganten in Kreenheinstetten
Alexander Dempfle,
ScanSystems
Digitalisierung und Webdesign
Susanne Steidle

Ackerstoistoßa

Bei dieser Disziplin ist nicht nur Kraft, sondern auch eine ausgefeilte Technik von unseren tapfern Kämpfern gefordert. Jeder Gladiator muss zwei verschieden schweren (10 und 11 kg) KKK (Kreenheinstetter-Kalk-Klötze) vom Ausgangspunkt so weit wie möglich in den Zielbereich schleudern. Ein übertretener Versuch wird als ungültig gewertet. Gemessen wird hierbei nicht die Stelle, an der der KKK aufschlägt, sondern dort wo der KKK zum liegen kommt. Gemessen wird nun die lichte Weite zwischen Ausgangspunkt und Stein. Hat ein Gladiator zwei ungültige Versuche, so wird er mit 0 Punkten sowohl in der Einzel- als auch in der Teamwertung veranschlagt.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung

Baumstammweitwurf

Baumstammweitwurf ist eine typische Highlander- disziplin. Sie soll von den Waldarbeitern an den bewaldeten Hängen in Schottland hergeleitet sein. Beim Baumstammweitwurf muss ein kleiner Buchenholzstamm so weit wie möglich geworfen werden. Der Gladiator hält den Stamm senkrecht nach oben und versucht ihn nach vorne zu überwerfen. Gemessen wir der weitest entfernte Teil des Stammes von der Wurflinie. Jeder Gladiator hat zwei Würfe, wobei der beste Wurf gewertet wird.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung

Oierstoßa (Eierweitwurf)

Bei dieser Disziplin agiert das Highland-Team jeder Ortschaft zusammen. Beide Gladiatoren stehen sich in einem Abstand von 15 Meter gegenüber. Der eine Teilnehmer muss innerhalb von 60 Sekunden seinem Partner 10 Eier zuwerfen. Pro ganzes gefangenes Ei gibt es Punkte. Bei Punktgleichheit von zwei oder mehreren Teams zählt die schnellste Zeit. Das Team bestimmt selbst, wer Werfer und wer Fänger ist.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Highlanderritt

Ein Highlander nimmt seinen Partner Huckepack. Dieser bekommt eine Lanze mit der er verschiedene Gegenstände anvisiert.

  • Ein Ballon in einer Rundung
    Der Ballon ist mit der Lanze zum platzen zu bringen.

  • Ringe aufliegend
    Die Ringe sind mit der Lanze aufzuspießen und bis ins Ziel mitzuführen.

  • Ein Tennisball hinter einem Rohr
    Der Tennisball ist durch das Rohr hindurch mit der Lanze herunterzustoßen.
Diese Disziplin wird in einem Durchgang durchgezogen. Die Wertung hierfür geht nach Zeit. Ein Gegenstand der nicht regelgerecht aufgespießt wurde, muss wiederholt werden und zählt somit zur Gesamtzeit.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Highlanderrutschbahn

Eine ca. 8 Meter lange Bahn ist mit Folie ausgelegt und mit Schmierseife eingesprüht. Der barfüßige Gladiator ist an einem Gummiband fest- gebunden und muss 3 Bälle vom Bahnende holen und in einen Behälter im Startbereich ablegen. Am Start ist das Gummiband straff gespannt. Gewertet wird die benötigte Zeit, die der Gladiator braucht um die 3 Bälle in den Behälter zu legen. Sind nach der festgelegten Zeit nicht alle Bälle im Behälter, wird nach Anzahl abgelegter Bälle gewertet.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung

Highlanderschubkarra

Ein Teilnehmer ist der Schubkarren in dem er das Rad an den beiden Griffen festhält und die Beine nach hinten ausstreckt. Der zweite Gladiator greift die Beine des ersten und schiebt ihn durch den Parcour. Am Ende des Parcours liegt ein mit Wasser und Luft gefüllter Schlauch (ca. 100 kg). Dieser Schlauch ist innerhalb der Markierung auf das etwa 1,40 Meter hohe Hindernis zu legen. Danach geht es den Parcour zurück mit umgekehrter Schubkarrenbesetzung, d.h. der zweite Gladiator muss den Schubkarren machen, der erste schiebt zurück. Gewertet wird die Zeit bis das Team zurück ist (beide Gladiatoren über der Ziellinie). Liegt der Schlauch nicht innerhalb der Markierung auf dem Hindernis werden zusätzlich 2 Minuten addiert.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Holzbeiga

Holzbeiga ist eine Aufgabe, die in unserer Gegend zur täglichen Arbeit gehört! Wer im Winter eine warme Stube will, muss sein Holz 2 bis 3mal oder mehr in die Hand nehmen, bis es trocken am richtigen Platz ist. Beim Holzbeiga müssen die Gladiatoren 1 Ster Kantholz umbeigen. Das besondere an diesem Ster Holz ist, dass auf jeder Stirnseite des Holzstapels unser Highlander aufgemalt ist, einmal richtig rum stehend und einmal auf dem Kopf. Ziel ist es, den Highlander wieder richtig rum stehend auf dem neuen Stapel zum Vorschein zu bringen. Die beiden Gladiatoren haben 2 Minuten Zeit für diese Aufgabe. Es darf immer nur ein Kantholz auf einmal umgelagert werden. Gewonnen hat das Team, welches in der kürzesten Zeit fehlerfrei fertig ist. Ist nach 2 Minuten nicht alles Holz auf dem neuen Stapelplatz, werden die fehlenden und falsch liegenden Kanthölzer als Fehlpunkte abgezogen.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Holzschloipfa

Zwei  Holzstammen    sind   miteinander     verbunden.
An  einem  Ende  ist ein  Pferdegeschirr  angebracht.
Zum   Start  liegen   die   Stammen  an  der  Startlinie.
Die Gladiatoren sind in das Pferdegeschirr eingestiegen.
Gewertet wird die benötigte Zeit, die die Gladiatoren brauchen um die Stammen durch den Parcour über die Ziellinie zu ziehen.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Kugel nuff

Drei mit Kies gefüllte Fässer sind zusammengestellt. Davor liegt jeweils eine Kugel mit unterschiedlicher Größe und Gewicht. Der Gladiator muss die 3 Kugeln ohne Hilfsmittel auf das jeweilige Fass heben. Die Reihenfolge bleibt den Gladiatoren überlassen. Gewertet wird die benötigte Zeit, die der Gladiator braucht um die 3 Kugeln auf die Fässer zu heben. Sind nach 60 Sekunden nicht alle 3 Kugeln auf den Fässern, wird nach Anzahl aufgelegter Kugeln und deren Gewicht gewertet.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung

Moschtschöpfa

Beim Moschtschöpfa sollen die Teams möglichst viel „Moscht“ von einem Moschtfass in das andere befördern. Als Schöpfer werden „Oimer“ benutzt.
Die beiden Moschtfässer stehen etwa 10 - 15 Meter von einander entfernt. Die beiden Gladiatoren werden durch eine Bretterwand auf halber Strecke von einander getrennt. Der Moscht muss von einem Oimer in den anderen über die Bretterwand hinüber geschüttet werden. Die Bretterwand ist mannshoch, so dass sich die Gladiatoren eventuell gar nicht sehen können. Nach einer Minute entscheidet die Füllhöhe des vormals leeren Moschtfasses oder die gestoppte Zeit über die Anzahl der Punkte.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Rundballarolla

Hier geht es darum, dass der erste Gladiator eines Teams eine im Start- bereich liegende Rundballe aufstellt und dann über eine vorgegebene Distanz von 25 Meter über ein Hindernis rollt. Ist der erste Gladiator nach 25 Meter an der Wendemarke angelangt, legt er die Rundballe in die Ausgangsposition zurück. Erst dann darf sein Teamkollege eingreifen, die Rundballe wiederum aufstellen und sie zurück in den Startbereich rollen, wo er sie ebenfalls wieder in die ursprüngliche Position bringt. Erst wenn die Rundballe in der Ausgangsposition im Startbereich liegt, wird die Zeit gestoppt. Das schnellste Team gewinnt diesen Wettkampf und erhält entsprechend Punkte. Wer von den beiden Teammitgliedern zuerst an den Start geht ist den beiden Gladiatoren freigestellt.

Diese Disziplin zählt nur zu Teamwertung

Schlammpatscha

Auf ein Schlammloch mit ca. 70 cm tiefe, wird ein Balken gelegt. Es kämpfen jeweils zwei Gladiatoren gegeneinander. Jeder Gladiator läuft von einer Seite des Balkens auf die Mitte zu. Die Gladiatoren sind mit Waffen in Form von Strohsäcken bestückt. Ziel ist es seinen Gegner mit Hilfe des Strohsackes vom Balken zu Stoßen Es darf kein direkter Körperkontakt zwischen den beiden Gladiatoren zustande kommen. Berührungen sind nur mit dem Strohsack erlaubt. Das Verschieben oder Bewegen des Balkens ist untersagt. Es wird im K.O. System ein Sieger dieser Disziplin ermittelt, Sieger ist derjenige welcher am Schluss noch sauber auf dem Balken steht.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung.

Stoiwuchta

Vier senkrechte Baumstämme werden oben zusammengefaßt, dass eine Pyramidenform entsteht. In dieser Pyramidenform befindet sich eine Spule, über die ein Seil läuft. am Seil ist ein ca. 80 kg schwerer Stein festgemacht. Der jeweilige Gladiator wird nun mit einem traditionellen Pferdegeschirr an einem Baum festgebunden ( fester Standpunkt ) und muß versuchen,den Stein so hoch wie möglich zu ziehen. Gemessen wird in Zentimetern, bei Gleichstand entscheidet die gemessene Zeit.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung.

Strohbuschlawerfa

Hier müssen von jedem Gladiator 10 Strohbuscheln über ein Hindernis, welches eine Höhe von ca. 2 Meter hat, geworfen werden. Das Hindernis besteht aus zwei senkrecht stehenden Baustämmen und einem waagrecht liegenden Baustamm. Die Entfernung zum Hindernis ist ca. 2,5 Meter. Der Gladiator muss innerhalb von 60 Sekunden. 10 Strohbuscheln über dieses Hindernis werfen. Sieger ist derjenige welcher innerhalb kürzester Zeit alle Strohbuscheln auf die andere Seite geworfen hat. Bleibt eine Strohbuschel auf der falschen Seite (vor dem Hindernis) liegen, so muss sie vom Gladiator geholt werden, um dann erneut über das Hindernis geworfen zu werden.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung.

Strohsackwerfa

Auf dem Spielfeld ist eine Zielscheibe mit mehreren Ringen und einem gesamten Durchmesser von etwa  10 Meter aufgezeichnet. Vor dieser Ziel- scheibe steht ein 2 Meter hohes Hindernis, über das der Gladiator einen mit Stroh gefüllten Herdepfelsack mit Hilfe einer Gabelschaufel werfen muss. Der Werfer steht mit dem Rücken zur Zielscheibe und muss den Sack über sich und das Hindernis nach hinten werfen. Jeder Gladiator tat 3 Würfe. Gemessen wird jeweils die kürzeste Entfernung zum Kreismittelpunkt. Gezählt werden alle Würfe.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung.

Traktorzieha

Ein Traktor mit ca. 1,1 Tonnen soll an einem Seil über eine Distanz von 18 Meter so schnell wie möglich gezogen werden. Der Gladiator steht mit beiden Beinen an einem Balken und zieht an dem Seil. Der Gladiator muss ohne Hilfsmittel ziehen. Die Technik die er anwendet ist ihm überlassen. Der Gladiator darf den Balken in Richtung Traktor nicht über- schreiten. Die festgelegte Zeit für die Durchführung der Disziplin ist 60 Sekunden Hat der Gladiator vor dieser Zeit die Aufgabe erfüllt so wird eine Zeit gestoppt. Sind jedoch 60 Sekunden abgelaufen, so muss der Gladiator stoppen und die Entfernung welche der Traktor zurückgelegt hat wird gemessen. Sieger ist derjenige, der den Traktor in der schnellsten Zeit über die Distanz gezogen hat. Sollte dies jedoch keiner schaffen, so gewinnt derjenige welcher den Traktor die weiteste Distanz gezogen hat.

Diese Disziplin zählt zur Einzel wie auch zur Teamwertung.